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Türchen N° 6

HAPPY NIKOLAUS

Mein Vater köpft den Weihnachtsbaum. „So geht er einfacher durch die Tür“, höre ich ihn sagen. Papa versteht Weihnachten einfach nicht. Ich schon. Ich starre auf die Lücke, die der Baum im Wohnzimmer hinterlässt, und vermisse Weihnachten schon jetzt. Die bunten Kugeln am Baum, der Duft der Tannennadeln, die Kerzen und wenn ich von Kerzen rede, meine ich echte Kerzen. Die aus Wachs, die nach Honig duften und manchmal die Bude abbrennen. Kinderromantik eben.

Warum ist Weihnachten nur immer so schnell vorbei? Mit dem ersten Advent geht es los, wenn sich das erste Törchen im Adventskalender öffnet und die Schokolade auf den Teppich runter fällt. Der Countdown läuft und Stück für Stück landet die Schokolade auf dem Boden. In jedem Kinderzimmer. Überall. Wir Kinder sind vorausschauend, denn wir öffnen die Törchen schon früher, als wir eigentlich sollten. So wird die Wartezeit bis Weihnachten kürzer, die Tage verfliegen, doch irgendwann ist der Adventskalender leer und Weihnachten noch in weiter Ferne. Weitere Probleme tauchen auf. Tagelang plage ich mich, überlege mir, was ich zum Fest geschenkt bekommen werde. Geld ist nie schlecht, denn Geld ist die Universalwährung für Geschenke, die man sich selbst macht und die sind meist die Besten. Wie oft habe ich mich schon gefragt, ob ich wohl ein Fremder für meine Familie und Freunde bin, denn sie schenken mir immer das Falsche. Dabei ist Schenken so einfach. Man muss nur Geld aus dem Geldbeutel nehmen und in buntes Geschenkpapier einpacken. Fertig. Geldgeschenke sind einfach cool.

Dann ist es endlich so weit. Die Weihnachtsgans lässt ihr Leben, man hackt ihr den Kopf ab und schlitzt ihr den Bauch auf. Alles Lebensnotwendige wird auf den Müll geworfen. Ihre hohle, sterbliche Hülle wird in Plastikfolie verschweißt und eingefroren. Zu einem Klumpen Eis geworden, wird die Gans von meiner Mutter im Supermarkt gekauft. Ich beobachte Mama dabei, betrachte ihr Gesicht und ihre Hände, die schnell blau werden von der Eiseskälte, die der Kadaver des Vogels abstrahlt. Kalt und blass, fast wie eine menschliche Leiche, so denke ich mir und erinnere mich an den Horrorfilm, den ich heimlich gestern Nacht im Privatfernsehen geguckt habe. Tote, Nackte und Psychopathen. Fernsehen ist toll und lässt Kinderherzen höher schlagen.

Endlich Ferien, der 23.12. ist erreicht. Kommentarlos übergebe ich mein Zeugnis meinen Eltern und verdrücke mich in mein Zimmer. Schweigen herrscht im Haus und ich weiß, dass ich mal wieder einen guten Job gemacht habe. Und tatsächlich, meine Eltern sind beeindruckt. Hervorragende Zensuren zu erreichen ist schließlich nicht einfach, denke ich, während ich in meinem Bett den Comic über das Monster aus dem Sumpf lese.

Während ich die Seiten umblättere, fühle ich mich beobachtet. Langsam drehe ich mich um. Rudolph, das Rentier, starrt mich vom Adventskalender an. Es ist ein provozierender Blick, der mich dazu bringt, aufzustehen und zu Rudolph hinüber zu gehen. Ich mache das Törchen über seiner roten Nase auf. Es ist leer. Ich habe es geahnt und beschließe, im nächsten Jahr mehr Selbstdisziplin zu üben. Weihnachten kann so grausam sein, denke ich, als ich zu meinem Bett zurücktrotte und mich wieder dem Sumpfmonster widme. Über meiner Lektüre schlafe ich ein. Monster sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

In der Küche begegne ich dem Torso der Gans wieder. Meine Mutter macht sich an der Leiche zu schaffen. Sie füllt neue Organe aus Knödelmasse und Kastanien in den Bauch des toten Fliegers. Nekrophil, denke ich und starre auf einen Federkiel, der aus der Haut des gerupften Vogels aufragt.

Die nackte Gans zieht meinen Blick magisch an. Ihre Haut ist schwabbelig und weich geworden, so wird mir klar, als sich mein Zeigefinger in ihr Bindegewebe bohrt. Eine Delle bleibt zurück. Tolle Sache finde ich, packe das Bein des Tieres, spreize es und lasse es los. Das Bein schnalzt zurück und macht ein lustiges Geräusch. Ich muss lachen, meine Mutter nicht und ich frage mich, wann es im Leben eines Menschen so weit kommt, dass er den Humor verliert. Vielleicht ist es besser jung zu sterben? Doch als ich die Stelle betrachte, an der einst ein langer Gänsehals in die Höhe ragte, verneine ich den Gedanken wieder. Meine Mutter verscheucht mich aus der Küche.

Es ist soweit. Mit frisch geschrubbten Händen sitzt unsere Familie am Esstisch. Ich habe ein Stück Vogelbrust auf dem Teller. Mutter hat Wunder gewirkt. Aus der Zellulitis der Gans wurde eine knackige Sonnenbräune. Die Haut des Tieres kracht unter meinen Zähnen. So mag ich Geflügel. Wie Chips muss es schmecken, knusprig und fettig. Ich schlinge mein Essen hinunter und durchlebe wie jedes Jahr die Weihnachtsroutine im trauten Kreis der Familie. Nach dem Essen folgt das Weihnachtsliedersingen. Schräge Töne aus den Mündern meiner Eltern dringen an mein Ohr. Hier zählt nur Lautstärke. Endlich verstummen meine Eltern und blicken mich fragend an. Ich schließe kategorisch aus, ein Weihnachtslied auf der Blockflöte zum Besten zu geben. Mit einem Lächeln versuchen meine Eltern ihre Enttäuschung zu verbergen. Unterdessen zähle ich meine Geschenke. Meine Augen versuchen das Geschenkpapier zu röntgen und in Gedanken entblättere ich jedes einzelne Präsent. Hoffentlich ist was Gescheites drin. Ich sehe zu meinen Eltern. Es ist ein bettelnder, fragender und sehnsüchtiger Blick zugleich. Mit meinem Dackelblick versuche ich die Herzen meiner Erzeuger zu erweichen. Ich will sie dazu bringen, wohlwollend zu nicken und so den Startschuss zum Auspacken der Geschenke zu geben. Strategie ist eben alles. Endlich passiert es. Synchron und wie in Zeitlupe nicken die Häupter meiner Lieben mir zu. Wie ein ausgehungerter Wolf sich auf einen unschuldigen und wehrlosen Hasen stürzt, so stürze ich mich auf meine Gaben. Jetzt zählt jede Sekunde. Ich zerfetzte das Geschenkpapier, ohne den Weihnachtsmotiven darauf auch nur einen Blick zu schenken. Das ist auch in Ordnung so, schließlich interessiert sich der hungrige Wolf auch nicht für das Fell des Hasen. Nur die inneren Werte zählen. So ist das nun Mal an Weihnachten und in der Tierwelt.

Papier fliegt durch die Luft und schränkt die Sicht meiner Eltern ein, während meine Glücksschreie ihnen ein seliges Lächeln ins Gesicht malen. Ich lege die Geschenke bloß, gehe nach System vor und öffne zuerst die Päckchen, von denen ich ahne, was sich darin befinden könnte. Diese Ungewissheit ist die reinste Folter. Ich suche Bestätigung und bin zufrieden. Ich habe Glück gehabt. Der S43z567Lm Killerroboter vom Planeten Hasperat und die im Reprint erschienen Sumpfmonstercomics der Jahrgänge 1941-1973 lächeln mir entgegen.

Dann kommen die Geschenke dran, die noch zur Gänze ein Geheimnis sind. Leider gibt es solche und solche Geheimnisse. Zum Schluss bleibt nur noch ein Präsent übrig. Das Hauptgeschenk. Jetzt entscheidet sich alles. Erfolg oder Misserfolg. Ich halte die rote Bommelmütze des Weihnachtsmanns, die einen Briefumschlag ziert, in meinen Händen. Die Spannung in mir ist nicht mehr zu überbieten. Ich starre auf die rote Mütze und halte die Luft an. 50 Euro? 100 Euro? 200 Euro? Oder gar noch mehr? Meine Hände sind feucht, als ich vorsichtig den Briefumschlag öffne. Ich muss höllisch aufpassen, denn ich will das Geld, das sich zweifelsohne in dem Kuvert befindet, ja nicht zerreißen. Schicht für Schicht arbeite ich mich vor. Schein für Schein zähle ich nach. Erleichtert lehne ich mich zurück. Es war ein gutes Weihnachten. Hoffentlich wird nächstes Jahr besser.

Weihnachtsfeiertage sind bescheuert. Da liegen lauter poppig bunte Euroscheine vor einem und man kann sie nicht ausgeben. Ich habe zwei Tage Zeit, um mir zu überlegen, was ich kaufen werde. Mir fällt nichts ein. Ich habe schon alles. So gemein ist Weihnachten, es schafft innere Konflikte und zerstört die seelische Integrität des Beschenkten. Ich fühle mich wie ein Opfer. Was mache ich nun mit dem Geld? So frage ich mich 48 Stunden lang und begebe mich dann auf die Suche nach Inspiration, als endlich die Geschäfte wieder öffnen. Shoppen ist wie Zen-Buddhismus. Meine Eltern begleiten mich in die Stadt. Ich bin willig und bereit, mein Geld heute zu investieren. Wer zu lange zögert, läuft Gefahr, die Kohle erst später, nach der Inventur und Wiedereröffnung der Geschäfte ausgeben zu können. Wie ein Jäger betrete ich das erste Kaufhaus. Sofort bemerke ich die Konkurrenz, meine Generation, die mit Habichtsblick die Auslagen der Shops scannt. Observieren, Isolieren, Attackieren. Ein erfolgreicher Shopper muss dies immer beherzigen. Und hier sind Meister am Werk, vollbehängt mit Einkaufstüten, den stummen Zeugen ihres Triumphes.

Draußen beginnt es zu schneien. Die Osterdekoration, die im Schaufenster aufgebaut wird, sieht irgendwie befremdlich aus, als der erste Schnee des Jahres zu fallen beginnt. „Scheiß Wetter“ murmelt mein Vater und mir wird klar, Papa versteht einfach nichts von den weißen Vorboten des Frühlings.

Es ist höllisch nervig, mit den Eltern einkaufen zu gehen. Man fühlt sich gedrängt, kann nicht stundenlang in Ruhe abwägen, welches neue Handy besser zur eigenen Persönlichkeit passt. Ich fühle mich durch die Begleitung meiner Eltern zu einem Shopping-Amateur degradiert und wünsche mir die beiden weit, weit weg. Dass sie mir Geld schenken ist in Ordnung, doch dass sie mich beim Zasterausgeben stören, gibt mir zu denken. Eltern können so anstrengend sein, wird mir bewusst, als ich das Kaufhaus mit meinem neuen Handy in einer schicken Tüte wieder verlasse.

Mit meinen Eltern betrete ich die Straße. Menschen wuseln wie Lemminge um uns herum. Wir schlängeln uns durch den Strom und ich höre den Atem meiner Erzeuger im Rücken. So ist es recht, immer schön hinten bleiben und nicht meckern. Sie tun es doch, zetern, sie wollen nach Hause. „Mir doch egal“, denke ich und spüre wieder ihren heißen Atem in meinem Nacken. Ich drehe mich um, will vollmundig sagen: „Ich nehm‘ den Bus“. Doch stattdessen sage ich lieber: „Puh, ein Königreich für ein Pfefferminz-Bonbon.“ Ich erwische mich, wie ich in das schnaufende Gesicht eines Fremden starre. Sein kondensierender Atem umhüllt meinen Kopf wie eine Glocke. Ich rieche Nikotin, Knoblauch und mangelnde Zahnhygiene.

Schlagartig dämmert es mir. Meine Eltern sind weg. „Fuck!“ sage ich, weil das unter Teenagern in vergleichbaren Situationen so üblich ist.  Ich bin allein unter menschlichen Lemmingen. Sofort fühle ich mich von ihrem Gewusel bedroht. Wie Zombies haben sie ihren Blick nach vorne gerichtet und stapfen voran. Ihr Strom reißt mich mit und mir bleibt nur die Hoffnung, dass nicht alle so duften, wie der Mann von vorher. Ich versuche mich gegen den Strom der Leiber zu bewegen, doch es geht nicht. Mein Versuch, zur Seite auszuscheren, ist vergeblich. Ich bleibe am dicken Bauch eines Zombies hängen. Sein Fettspeicher federt nach und ich schwinge zurück in den Menschenstrom. Hilflos setze ich einen Fuß vor den anderen und marschiere im Rhythmus der menschlichen Welle mit. Dann erkenne ich unser Ziel. Ein Straßenstand mit Volksmusik. Ein hämisch grinsender Mann mit schräg stehenden Augen reißt den Menschen ihr Geld aus der Hand und drückt ihnen eine CD in die dieselbe. Die größten Hits der Volksmusik. Mein Gott, welch hartes Schicksal harrt meiner. Blendend weiße Zahnkronen zwischen aufgespritzten, breiten, knallrot bemalten Lippen. Ein Gesicht umrahmt von blonden Zöpfen, darunter ein bayerisches Dirndl. Das alles ist auf dem CD-Cover zu sehen. Es gibt kein Entrinnen. Mein Weihnachtsgeld wird mir vom Straßenverkäufer aus der Hand gerissen und ich starre auf die, in transparentem Plastik gerahmte Maid, die er mir dafür feierlich überreicht. Ich starre in den tiefen Ausschnitt in ihrem Dirndl. Vielleicht war es ja doch gar keine so schlechte Investition.

Einem Urknall gleich, gibt mich der Menschenstrom plötzlich frei. Gerettet, so glaube ich allen Ernstes und versuche mich zu orientieren. Doch die hell erleuchteten Geschäfte um mich herum kenne ich nicht. Auch die Weihnachtsbuden in der Fußgängerzone sehen plötzlich ganz anders aus. Es duftet nach Zimt und Plätzchen. Weihnachtslieder erklingen aus dem Nichts. Es ist alles wie in einer positiven Utopie für Kleinkinder und ich bin drauf und dran, den mit dem Buchstaben ‚F‘ beginnenden Teenager-Standard-Fluch über meine Lippen gleiten zu lassen. Ich lasse es sein, denn die Harmonie, die hier herrscht, beginnt auch auf mich zu wirken. Ich beginne zu lächeln und sehe mir die Menschen an. Allesamt sind es Kinder und Jugendliche. Viele tragen Tüten mit Einkaufsbeute in den Händen. Alle lächeln. Es ist das gleiche verklärte Lächeln, das auch mich wie einen Idioten aussehen lässt.

Dann habe ich eine Offenbarung. Vor mir steht der Weihnachtsmann. Eigentlich steht er nicht, er sitzt eher und zwar auf Rudolph, dem Rentier. Der dicke Wanst des Weihnachtsmannes drückt das arme Tier in die Knie. Vier wackelnde Beine, ein dampfender Rentierapfel und ein höhnisch lachender Weihnachtsmann. „Ho! Ho! Ho!“ dröhnt es aus seinem imposanten Resonanzkörper. „Oh! Oh! Oh!“ stöhnt Rudolf leise im Kanon, während das Leuchten seiner roten Nase immer matter wird. Plötzlich klappen Rudolph, wie in einem Tex-Avery-Cartoon, die Beine zur Seite. Das Stöhnen des Rentiers erstirbt. Das Lachen des Weihnachtsmannes auch, als er auf seinen fetten Hintern stürzt und endlich verflüchtigt sich auch das idiotische Lächeln auf meinem Gesicht. Irgendetwas stimmt hier nicht.

Sieben Zwerge tauchen hinter dem Weihnachtsmann auf. Sie ziehen den toten Rudolph davon und werden sofort von anderen Zwergen ersetzt, die ein neues Rentier mit leuchtender Nase zum Weihnachtsmann führen. Mir fällt auf, dass alle Zwerge schwer bewaffnet sind und es jeden von ihnen zweimal gibt. Die doppelten Wichte tragen martialische Werkzeuge, die sehr gefährlich aussehen, und zwingen damit die Kinder und Jugendlichen sich in zwei Reihen aufzustellen. Reihe 1: Alle, die mindestens eine Einkaufstüte in Händen halten. Reihe 2: Alle, die keine Einkaufstasche in Händen halten. Ich starre auf den Plastiksack mit dem Handy in meiner Hand. Murrend fügen sich die Kids. Nur eines der Tütenkinder leistet Widerstand und „Wumms!“ landet ein schwerer Zwergenhammer auf dessen Kopf. Gehirnmasse spritzt, Blut fließt, Knochen bersten. Dann sackt der Kinderkörper zu Boden. Das nächste Tütenkind in der Reihe steigt auf den Kadaver, dann darüber hinweg, um sich einzuordnen. Noch nie zuvor war mir so bewusst, dass ich Autorität für eine wichtige Sache in der charakterlichen Bildung eines jungen Menschen halte. Wie konnte ich je daran zweifeln. Ohne aufzubegehren folge ich meinem Vorgänger, der über die Leiche steigt. Ohne zu zögern trete ich dem toten Jungen auf die Gurgel.

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen, höre ich den Weihnachtsmann rufen. Dann erkenne ich eine Seitenstraße, die weg von der Fußgängerzone und ihren weihnachtlichen Buden führt. Wir Tütenkinder werden in die Seitenstraße geschickt. „Kröpfchenstraße“ steht auf einem Straßenschild zu lesen. Als das Letzte von uns Tütenkindern aufgeschlossen hat, wird es dunkel. Ein Stromausfall, vermute ich und starre auf geborstenes Lampenglas, das scheinbar vom Himmel fällt und einige Kinder trifft. Blut spritzt aus Schnittwunden. Ein Auge kullert vor mir auf dem Boden. Wie in einem meiner Sumpfmonster Comics. Schnell verscheuche ich den Gedanken wieder, als sich ein blutendes Kind nach seinem Auge bückt.

Plötzlich wabert dicker Nebel vor mir. Ich muss husten, denn der Nebel ist dick und riecht nach verbrannten Weihnachtsplätzchen. Wir wissen es alle: Umweltverschmutzung ist großer Mist und deshalb beginne ich zu rennen. Meine Flucht führt mich weg von den anderen Kids. Der dichter werdende Nebel verschluckt alle Geräusche und eine friedvolle Stille setzt ein. Dann sehe ich Mäuse, weiße Albinomäuse, die aus dem Nichts in den Nebel wuseln, der sich langsam zu lichten beginnt. Rot leuchten mich ihre Augen an.

Der gelbe Nebel lichtet sich, doch ich bin schon weg. Im Laufen drehe ich mich um. Ich sehe, wie die Zwerge aufgeregt auf und ab hüpfen „Einer fehlt!“, höre ich die durchdringende Stimme eines kahlköpfigen und bartlosen Zwerges. „Dann sucht ihn!“ vernehme ich den dicken Weihnachtsmann antworten. „Ho! Ho! Ho!“ schallt das böse Lachen des Weihnachtsmannes durch die Nacht und ich ahne, dass ich den fetten Kerl nicht zum letzten Mal gesehen habe.[…]

…hier endet die Geschichte nicht. Denn es handelt sich bei dem Text um eine Leseprobe 41i9b-ljzrldes Buches „Leise rieselt der Schnee“ von Michael Mikolajczak.
Ein Buch für Weihnachtsmuffel, für Titanic-Leser, Monty Python- und Southpark-Fans und viele andere mehr…
Der Weihnachtsmann ist es leid, dass Weihnachten nur noch ein kommerzieller Rummel ist und so beschließt er, das Fest aller Feste, mit Hilfe seiner Adjutanten, den sieben Zwergen, zu reformieren. Die Mittel der Erneuerung sind allerdings drastisch, schreckt der Nikolaus doch nicht davor zurück, die geld- und geschenkegierigen Kinder einfach um einen Kopf kürzer zu machen.

Leider nur als eBook erhältlich – aber das hat es in sich.
Für alle, die auch mit schwarzem Humor umgehen können….

Ein Kommentar zu „Türchen N° 6

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