Allgemein · Lifestyle

Braucht gute Nachbarschaft eine virtuelle Plattform?

„Willkommen in Deiner Nachbarschaft!“

Heute habe ich Werbung erhalten für ein neues Portal: nebenan.de

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Begrüßt wird der Homepage-Besucher mit: „Willkommen in Deiner Nachbarschaft!“

Also ehrlich. Irgendwo hört das Internet doch auch mal auf. Denn meine Nachbarn sind reell, nicht virtuell. Obwohl wir in der Großstadt Köln leben, mit den vielen, vielen kleinen Veedeln, haben wir dennoch persönliche Beziehungen zu den Menschen, mit denen wir zusammen leben. Dazu gehören auch unsere Nachbarn. Wir kennen nicht nur die Nachbarn, die unmittelbar in unserem Haus leben oder direkt nebenan, nein wir kennen 3/4 der Straßenbewohner und bestimmt die Hälfte der Einwohner unseres Veedels.
In Köln ist es ja auch ganz einfach, Leute kennenzulernen. Dank des rheinländischen Gemütes bleibt man nie lange allein – auch in den Veedelskneipen nicht. Und hier können Freundschaften fürs Leben entstehen. Auch in der direkten Nachbarschaft geht das: benötige ich ein Ei oder eine Dose Katzenfutter, weil ich die Nacht sonst nicht überlebe, klingele ich nebenan. Meist wird das Ei-Abholen dann mit einer Flasche Wein oder einem leckeren Essen – man wollte sowieso gerade zu Tisch – verbunden. Oder aber der Nachbar hat Probleme mit seinem Gassigang von Bello, da er leider mal länger arbeiten muss: kein Problem – wir haben ja einen Schlüssel und machen dann eben mit Bello einen Spaziergang in den Park. Das Kind braucht Nachhhilfe? Ach ja, der Sohn aus der Hausnummer 16 hat doch gerade Abi gemacht. Frag doch da mal.
Das ist Nachbarschaft! Und vernetzen muss ich mich mit meinen Nachbarn auch nicht, denn das bin ich – ON TOP – soweiso- bei facebook und wer weiß wo noch…
So, jetzt muss Fräulein Briest mal los – das gemeinsam Weihnachtsfeuer mit Bratwurst und Glühwein in unserer Straße vorbereiten  – das ist nämlich Tradition!

 

 

2 Kommentare zu „Braucht gute Nachbarschaft eine virtuelle Plattform?

  1. Bin ich auch drin. Hab da ein paar Mütter mit Babys gefunden, die ganz nett sind. Auf dem Land ist das wohl nicht nötig, aber in einer anonymen Stadt wie Berlin, wo alle die Fenster schließen, wenn draußen einer abgestochen wird, ist das schon interessant. In meiner Nachbarschaft werben allerdings leider alle mit ihren Boutiquen und Läden…. das nervt.

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  2. Ich finde so etwas auch nicht schlecht. Es kommt sehr auf die Nachbarn drauf an. Einige wollen gar nicht mit einem Nachbarn zu tun haben und andere wiederum suchen den Kontakt. So kommt es auf die Stadt, die grösse der Gebäude oder Siedlung, die Umstände und und und.
    So eine Plattform kann einem sicher helfen mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen und gerade bei Neuzuzug helfen.

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