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Zusammenarbeit mit Verlagen?!

marionette-schneidenHallo ihr Lieben,

heute habe ich mal eine Frage an Euch, bzw. würde gerne Eure Meinung zu dem Thema „Zusammenarbeit mit Verlagen“ hören.

Ich arbeite mittlerweile – unentgeltlich -mit einigen Verlagen zusammen und freue mich jedes Mal, wenn meine Rezensionen und Buchbesprechungen auch verwendet werden. D.h., die Verlage veröffentlichen meine Besprechungen auf deren Homepage zu dem entsprechenden Buch oder nutzen sie im Social Media Bereich.

Ich meinerseits teile sämtliche Rezensionen auf den gängigen Kanälen und tausche mich dort auch mit anderen Lesern aus.

Nun zu meinem eigentlichen Thema:

Kürzlich habe ich ein Leseexemplar eines neuen Romans von einem recht großen Verlag erhalten – wohl gemerkt ist dies nicht das erste Buch gewesen, sondern eines von einigen. Leider habe ich es bisher noch nicht geschafft, einen Blick hineinzuwerfen, da ich momentan noch in anderer Lektüre hänge.

Vor einigen Tagen habe ich nun eine Email des Verlags bekommen: der Roman sei inzwischen veröffentlicht, liefe aber gar nicht gut – entgegen den sonstigen Romanen des bekannten Autors – und er hat wirklich viele ungute Bewertungen auf dem Portal bekommen, das mit A anfängt und mit zon aufhört.
Nur 29,8 % der Bewerter vergeben 5 Sterne, 17,5% jeweils 4 und 3 Sterne, 12,4 % haben nur 2 Sterne vergeben und ganze 22,8 % (!) bewerten den Roman mit nur einem einzigen Stern.

Der Verlag verzweifelt. Und ich möge bitte ganz schnell den Roman lesen und mein Urteil eben auch in diesem Onlineportal, das mit A anfängt und zon aufhört, vergeben.

Da frage ich mich doch folgende Dinge:

  1. Wie gut kennen die Verlage ihre Blogger mit denen sie zusammenarbeiten?
    Denn würde sich eben jener Verlag informieren, dann wüsste er, dass ich grundsätzlich auf diesem Portal veröffentliche.
  2. Soll die Email meinungsbeeinflussend sein?
    Was, wenn ich auch zu den knapp 23 % gehöre, die nur einen einzigen Stern vergeben? (Was ich in der Regel nicht tue, denn dann müsste das Buch schon fast nur leere Seiten haben.)
  3. Seid ihr der Meinung, dass der Verlag sich mich solchen Email-Aktionen selber ins „Aus“ schießt? Wie geht Ihr mit so etwas um?

Fräulein Briest liest – und bewertet und bespricht und rezensiert –  wie immer – egal, ob mit Verlagsemail oder ohne.

 

 

 

 

 

 

8 Kommentare zu „Zusammenarbeit mit Verlagen?!

  1. Spannende Fragen!

    Also, zu 1.: An sich finde ich die Aktion des Verlags doch eher peinlich, wenn auch vielleicht nachvollziehbar. Und wenn man sich seitens des Verlags nicht einmal bewusst ist, dass Du auf dem Portal mit „A“ am Anfang nichts schreibst, ist es noch etwas peinlicher. Wenn man sich dessen aber bewusst ist, und Dich trotzdem bittet, dort zu veröffentlichen, ist es noch viel peinlicher! 😉

    Zu 2.: Sicherlich soll das meinungsbeeinflussend sein! Deswegen finde ich ja so peinlich! 😉

    Zu 3.: Ob sich der Verlag damit ins Aus schießt, kannst Du ja nur als Rezensentin für Dich persönlich beurteilen. Wenn Dich dieses Verhalten stört, zwingt Dich ja keiner über deren Bücher zu schreiben. 😉

    Aufgrund genau solcher Interessenkonflikte habe ich Rezensionsexemplare bisher fast komplett gemieden – auch weil ich, wie ich fairerweise hinzufügen muss, selbst nicht sicher wäre, ob ich nicht doch unbewusst dazu neigen würde, ein solches Exemplar besser zu beurteilen als es ist.

    Im Übrigen gibt es bei „A…“ sehr viele Bücher, die teils sehr gegenteilige Wertungen bekommen haben und sich trotzdem verkaufen. Wie ernst man die Wertungen dort zu nehmen hat, weiß man doch, wenn man sich die mit dem einen Stern mal durchliest. Die beinhalten zu 80 % die Formulierung „Ich habe es nicht zu Ende gelesen, aber…“ und disqualifizieren sich damit selbst!

    Gefällt 4 Personen

  2. So ein Verhalten geht ja wohl gar nicht. Natürlich ist das der Versuch, dich zu einer besonders guten, verkaufsfördernden Rezension zu drängen. Und das ist m. E. nicht nur Ausdruck eines beklagenswerten Mangels an Feingefühl gegenüber den Bloggern, sondern zeigt ein vollständiges Missverständnis was die Zusammenarbeit angeht, weil der Blogger als verlängerter Arm der Marketingabteilung angesehen wird.
    Aber wer Werbung will, sollte auch bereit sein, dafür angemessen zu bezahlen und sich seine potentiellen Partner vorher genau ansehen. In deinem Fall ist offenkundig beides nicht geschehen. Ein klarer Fall von Knieschuss für den Verlag.

    Gefällt 3 Personen

  3. Hallihallo,

    ich habe auch eine solche E-Mail bekommen. Vielleicht handelt es sich ja um das gleiche Buch. 😉

    Ich gebe Dir recht, dass ich auch dachte auf die Bitte hin, dass meine Rezension auch bei A**** einstelle, dass der Verlag doch wissen müsste das ich das grundsätzlich immer mache.

    In der Mail sprach man ja von einem „Notfall“. Ich fand das schon etwas seltsam bis peinlich, aber gut ich kann verstehen, dass A***** nun mal die stärkste Position am Markt hat, was Bewertungen angeht. Ich muss aber auch dazu sagen, dass viele schlechte Bewertungen nicht das Produkt an sich bewerten, sondern irgendwelche Umstände (Versand, Verpackung etc.). Ich lese mir das schon genauer durch.

    Ich sehe die E-Mail als Bitte an, aber ich lasse mich dahin gehend nicht beeinflussen in meiner sachlich begründeten Rezension. Ich habe das auch so zurück geschrieben. Bisher habe ich damit auch keine schlechte Erfahrung gemacht. Die Verlage habe immer akzeptiert, wenn mir das Buch eben nicht so gefallen hat. Ist ja auch Geschmackssache.

    Liebe Grüße,

    Jenny

    Gefällt 3 Personen

  4. Hallo,

    woher sollte ein Verlag denn wissen, wo du grundsätzlich deine Rezis einstellst? Es kann ja sein, dass du auf dem a … Portal schon 600 Rezis hast, woanders aber 800 unter einem anderen Nicknamen, sodass du eben nicht alle bei a … einstellst. Die hätten ja viel zu tun, wenn sie jedem Blogger genau hinterherspionieren wollten.

    Ich sehe in dieser E-Mail erst mal keine Meinungsbeeinflussung. Es wird ja nicht gefordert, dass du mit 5 Sternen bewerten sollst. Es wird lediglich darum gebeten, das Buch zeitnah zu lesen und zu rezensieren und eben auch bei a … hochzuladen. Und wenn es nur ein Stern ist, dann ist das eben so.

    Liebe Grüße
    Lilli

    Gefällt 2 Personen

  5. Das sind auch immer meine Bedenken, ich habe noch kein Exemplar angefragt nur mal 2 von Autorinnen bekommen und war froh, dass sie mir gefielen. Aber jetzt so den Druck zu haben. Mit Dir steht und fällt alles – nicht gut…das würde mich auch nerven und zu sehr drücken, da ist so ein Mechanismus in mir – bei Druck schalte ich ab…sehr schwierige Sache. Vorallem jetzt noch neutral zu bleiben…wie ätzend..

    Gefällt 2 Personen

  6. Also ich mache das jetzt fast ein Jahr und bin super zufrieden, da ich gar kein Druck habe. Ich habe sehr verständliche Autoren und kann mir auch mit den rezensionen zeit lassen.

    Vor allem wird keine Meinung beeinflusst. Allerdings habe ich schon die Erfahrung gesammelt, dass nicht jeder mit ehrlichen Rezensionen umgehen kann. Dies wurde widergespiegelt, indem sich der Autor nicht mehr meldete, nicht reagierte und auch nicht wie abgesprochen die rezension teilte.

    Gruß

    Gefällt 2 Personen

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